Mein Weg zu "Little Portugal"
- 1. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Wie meine Reiterei mich einmal um die Welt und schließlich zu mir selbst führte:
Bevor Little Portugal überhaupt ein Gedanke war, gab es nur eines: meine unbändige Liebe zu Pferden und der Reiterei. Und diese Liebe hat mich weit getragen — über Disziplinen, Länder und Kontinente hinweg.
Ich begann in der Vielseitigkeit, dort, wo Mut, Vertrauen und Partnerschaft zwischen Pferd und Reiter alles bedeuten. Ein großes Dankeschön gilt hier Andi Gattermann, der mich geprägt hat, und ein noch größeres Herzenslob an Biggi Kaiblinger, die mich und meine Pferde immer wieder gefordert und gefördert hat.
Doch meine Reise hörte dort nicht auf. Sie führte mich weiter in die Dressur, quer über den Globus. Ich durfte lernen von Menschen, die selbst Geschichte geschrieben haben — wie Debby Bowman, Olympiateilnehmerin in der Dressur - Team USA und ihren Mann Mike - Vielseitigkeitsreiter.
Und weil ich schon immer neugierig war, landete ich irgendwann sogar beim Springen bei Widhold und später beim Westernreiten bei Lois Silvers, irgendwo in der weiten Pampas in der Nähe von San Francisco. In meinen jungen Jahren habe ich wirklich alles ausprobiert und auch erfolgreich. Jede Disziplin, jede Reitweise, jede Perspektive. Und ich möchte keinen einzigen dieser Wege missen.
Doch trotz all dieser Erfahrungen blieb da etwas in mir zurück: eine Sehnsucht.
Eine Sehnsucht nach einem Reiten, das edel ist, aber nicht verbogen. Nach einem Pferd, das stolz, kraftvoll und zugleich fein geritten wird. Nach dieser adeligen Ausstrahlung der klassischen Dressur — aber ohne Härte, ohne Druck, ohne das, was die Dressur manchmal leider sein kann.
Gleichzeitig wollte ich den Spaß, die Leichtigkeit und das Abenteuer der Vielseitigkeit nicht verlieren. Ich wollte beides. Und ich wusste lange nicht, wo ich das finden könnte.

Dann fuhren mein Mann und ich nach Spanien. Und dort erzählte ich meiner lieben Freundin Katherina Luz von dieser Sehnsucht, die mich schon so lange begleitet hatte. Sie hörte zu, lächelte und sagte nur einen einzigen Satz:
„Na dann fahr mal nach Portugal.“
Mehr brauchte es nicht. Dieser Satz hat alles verändert.
Also fuhren wir. Und Portugal hat mein Herz geöffnet, mein Reiten verändert und meinen Weg neu ausgerichtet. Danke, Kati — von Herzen.





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